Im Jahr 2012 wurde die heutige Brauerei auf dem Areal des Stiftes gegründet. Damit reihte sich das Stift Engelszell als achte Brauerei in die Riege der Trappistenbrauereien ein. Mittlerweile ist die Zahl der Brauereien, die von den Zisterziensern der Strengen Observanz geführt werden, auf 13 weltweit gewachsen. (Stand 2018) Die drei Biere der Engelszeller, Nivard, Benno und Gregorius werden nach dem Vorbild der Belgischen Trappistenbrauereien gebraut. Dabei wird aber nicht der Blick auf die Region in der sich das Kloster befindet vergessen. Daher wird das Pilsener Malz aus Österreich und die Spezialmalze aus Bayern gekauft. Der Hopfen stammt aus dem benachbarten Mühlviertel, das ja das größte Hopfenanbaugebiet Österreichs ist. Für die Vergärung der Engelszeller Biere wird eine Belgische Ale Hefe verwendet. Die Hefe vergärt innerhalb von einer Woche den beim Brauen gebildeten Malzzucker und wird anschließend wieder für den nächsten Sud verwendet. Nach einer weiteren Woche ist die Reifung des Bieres abgeschlossen und es folgt eine zweiwöchige Lagerung im Tank. Dabei klärt sich das Bier auf natürliche Weise aus, sodass in der Flasche nur noch ein geringer, natürlicher Heferückstand zu finden ist. Da das Stift Engelszell aufgrund der limitierten Jahresproduktion über keine eigene Flaschenabfüllung verfügt, wird das Bier nach der Lagerung mit einem mobilen Tank in das benachbarte Prämonstratenser Chorherrenstift Schlägl gebracht, wo es dann in Flaschen abgefüllt und für den Export vorbereitet wird. Anschließend wird dann das Bier an die Vertriebspartner weitergegeben, die es dann national und international vertreiben.

Zuletzt ist noch zu erwähnen, dass die Einnahmen aus dem Verkauf der Liköre und Biere dazu genutzt werden um zum einen die Produktionsstätten laufend auf dem Stand der Technik zu halten und zum anderen das Stift Engelszell in seiner Barocken Pracht auch für die nächsten Generationen zu bewahren.

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