Likörerzeugung

Ursprung und Ziel

Dem Zisterzienserkloster Engelszell, im Jahre 1293 vom Passauer Bischof Wernhard von Prambach als "Cella Angelorum" gestiftet, war schon bis zu seiner Aufhebung unter Kaiser Josef II. (1786) eine wechselvolle Geschichte beschieden.

Im Jahre 1925 wurde aus der "Herrschaft Engelszell" wieder ein Kloster. Die Zisterzienser der strengen Observanz (auch Trappisten genannt) hatten das ehemalige Stift, dessen Gebäude im argen lagen, käuflich erworben. Sprichwörtlicher Fleiß der "schweigenden Mönche" ließ Kirche und Kloster bald in neuem Glanz erstrahlen.

Dazu bedurfte es aber auch enormer Geldmittel. Als glückliche Fügung erwies sich das Angebot eines Schweizer Apothekers. Sein hervorragendes Kräuterrezept führte 1929 zum Beginn der inzwischen traditionsreichen Likörerzeugung. Durch die den Verkauf der selbsterzeugten Spirituosen soll die Erhaltung des kulturellen Erbes unterstützt werden.

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Bestgehütete Geheimnisse

Das Kräuterrezept des Schweizer Apothekers für den Magenbitter ist das wohl bestgehütete Geheimnis des Trappistenklosters im Donautal. Das Original liegt wohlbehütet im Klosterarchiv. Bruder Reinhard, der Leiter der Likörerzeugung, lässt sich nur soviel entlocken: 42 verschiedene Kräuter, Wurzeln und Gewürze bilden die Grundlage, darunter auch Galgant, Bitterklee, und Johanniskraut. Die genaue Mischung wird von den Mönchen als ein Geheimnis gehütet. Geschätzt wird er nach oder schon vor einer Mahlzeit. (Der Magenbitter enthält auch Zucker; ohne Zucker heißt er Goldbitter.)

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Im Laufe der 80-jährigen Likörgeschichte haben die Trappisten elf weitere Liköre entwickelt. Für die Freunde der "Engelszeller" sind die Liköre nicht nur ein geistiger Genuss, sonders jedesmal auch eine Offenbarung alten Kräuterwissens. Manche schwören geradezu auf ihre "Hausmedizin" aus Engelszell. Auch wenn hier nach alten und seit 1929 zusätzlich nach selbst entwickelten Rezepturen gearbeitet wird, so wacht doch Bruder Reinhard über jeden einzelnen neuen Kräuterauszug, um die Qualität und den Geschmack sicherzustellen, somit bürgen die Mönche vom Stift Engelszell für die ausgezeichnete Qualität der geistigen Getränke!

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